Retriever SM 2011 - BH3


29.08.2011: Ausschreibung im Internet
Am 6. November 2011 finden die Schweizermeisterschaft und offene Prüfung für Retriever-Rassen beim KV Lyss statt. Bitte Kopie des LH mit Resultaten der laufenden Saison der Anmeldung beifügen.

Wir sind für die Retriever-SM qualifiziert

Die ersten 7 Teilnehmer haben sich auch für die SM aller Rassen qualifiziert. Sie figurieren unter den ersten 13 der Qualifikationsliste! Mein Chef und ich werden unser Bestes geben. Allein schon dass wir dabei sind ist ein Riesenerfolg für uns.

06.11.2011: Jetzt gilt es ernst – meine erst SM !!!


Meine ausführliche Berichterstattung
Ruth Clarke, Leiterin der Sporthundekommission des RCS, hat meinem Chef einige Fotos gesandt. Diese können am Ende meines ausführlichen Berichtes angesehen werden.

Meisterschaften ticken irgendwie anders. Was dabei aber immer gleich ist, die Prüfungs-Organisatoren haben keine Ahnung davon, wie gerne ich am Morgen schlafe. So war denn auch heute wieder bereits um 04:30 Uhr Tagwache, damit wir rechtzeitig zum Beginn, um 07:30 Uhr, in Lyss/BE waren. Um es vorweg zu nehmen, wir belegten den fünften Rang, mit 265 Punkten, mit der Qualifikation „Gut“ und AKZ. Mein Chef war überaus zufrieden mit mir und nur das ist wichtig für mich.

Die 10 qualifizierten Teams (mit 7 werden wir uns an der SM aller Rassen wieder messen) sind in 3 Gruppen aufgeteilt worden. Unsere Gruppe musste zuerst ins Feld fahren und zum Fährten (meiner „Bammel-Disziplin“) antreten. Das Los bescherte uns als Erste zu starten. Ich war heute sensationell in Form und wir verloren lediglich 2 Punkte - so gut war ich noch nie! Das entspricht der Qualifikation „Vorzüglich“ - wau, wau, wau …

Zurück auf dem Fussballplatz in Lyss, sind wir zur Unterordnung angetreten. Der Richter kommentierte, ich sei beim „Folgen frei“ nicht konstant aufmerksam gewesen (3 Punkte Abzug) und beim „Front, Lautgeben“ sei ich zu wenig nah vorgesessen. Ausserdem sei mein „Bellen“ zögerlich gewesen (3 Punkte Abzug). Die Menschen sind sooo komisch, denn normalerweise darf ich gar nie bellen. Mit 89 Punkten fehlte uns 1 Punkt für die Qualifikation „Sehr Gut“.

Es folgte das "Revieren nach Gegenständen (50x50 m)“. Der erste Gegenstand lag im ersten Drittel, der zweite und dritte im letzten Drittel, davon der letzte auf der obersten Linie. Das heisst, ich musste das ganze Revier mit tiefer Nase „durchsecklen“ – eine wahre Zumutung, Ich meisterte die Herausforderung jedoch nahezu perfekt, wir verloren in der Ausführung nur 3 Punkte.
Bereits ca. ¾ Stunden später sind wir zur „Führigkeit“ – meine Paradedisziplin – angetreten. Ich war aber schlichtweg kaputt und wir erreichten lediglich 81 Punkte. Mein Chef sagte zu mir, ich hätte ihm richtig leidgetan und das war Balsam für meine Seele. Leider verloren wir aber 19 Punkte und damit eine noch bessere Klassierung.

"Folgen Frei" - so wie es in der PO u.a. heisst:
.... willig und freudig so folgen, dass er sich mit der rechten Schulter dauernd dicht neben seinem HF auf der Höhe des linken Knies befindet.

Das ist der Leistungsrichter Alfred Bumann bei der Besprechung meiner Leistung in der Unterordnung (siehe ausführliche Berichterstattung).

"Apportieren" (Teil der Führigkeit):
Ich sitze meinem Chef mit dem apportierten Gegenstand so vor, wie es sich gehört und trotzdem hat mir der Richter 4 Punkte abgezogen. Aus meiner (Ruffos) Sicht eine sehr strenge Beurteilung!!!

"Apportieren aus dem Marschieren" (Teil der Führigkeit):
Da sieht man mir meine Müdigkeit nach dem anstrengenden Revier bereits an. Den Gegenstand hätte ich in etwas schnellerer Gangart zurückbringen müssen. Hier haben wir 3 Punkte verloren.

Das ist der Leistungsrichter Eduard Stucki bei der Besprechung meiner Leistung in der Führigkeit (siehe ausführliche Berichterstattung).