Mantrailing

11.01.2016 - Endlich wieder Training nach der Festtagspause
Am 7. Dezember in der Gruppe NW und am 9. Dezember in der Gruppe SZ war unser letztes Training. Heute hat sich unsere Gruppe zum ersten Training im neuen Jahr in Stans getroffen. Wir Hunde und unsere Leute haben sich sichtlich auf das Wiedersehen und den Trainingsbeginn gefreut.
Vor einer Woche war mein gesundheitlicher Zustand eher kritisch, doch heute war ich wieder der „alte“ Ruffo. Mantrailing mache ich mega gern. Ich setzte meine Nase ein, wie es sich für einen Flati gehört und habe konzentriert gearbeitet. Höhepunkt war natürlich auf beiden Trails die jeweils gefundene Versteckperson, die mich mit einem Goody belohnte.

16.11.2015 - 2 Tage nach dem „schwarzen“ Prüfungstag
Allen Unkenrufen zum Trotz waren wir (mein Chef und ich) im heutigen Training in Beckenried/NW wieder nahezu perfekt.

14.11.2015 - Mein Chef hat’s verbockt !!!
Eine Stärke von mir ist, dass ich nach Aufnahme des Geruchs der gesuchten Person, relativ zielstrebig die Spur aufnehmen kann. Das heisst aber auch, dass wenn sich der Abgang an einer Kreuzung oder auf einem Platz befindet, ich mich entsprechend absichern muss.
Heute ist die Spur bereits 9 Stunden gelegen und auch das Wetter war ideal. Mein Chef konnte mich aber nicht richtig lesen und das führte leider zu einem Abbruch. Mein Chef hat sich unumwunden so geäussert, dass er sehr enttäuscht aber keinesfalls frustriert sei. Übrigens, 75% der in Stufe 2 gestarteten Teams ereilte das gleiche Schicksal.
Die Trainerin hat ihm geschrieben: „ …, aber Du und Ruffo, ihr seid ein Super-Team und viel wichtiger ist, dass ihr zusammen noch eine schöne gemeinsame Zeit geniessen könnt. Ich freue mich aufs Training am 16. und 19. November … „

07.06.2015 - „Morgenstund hat Gold im Mund“ …
 ... die Reise am frühen Morgen, mit meinem Chef und meiner Chefin nach Kreuzlingen, hat sich gelohnt.
Tatsächlich ist dann aber „nur“ Silber daraus geworden. Wir haben jedoch die Qualifikation für die Stufe 2 bei Polydog erreicht. Mein Chef war überaus zufrieden mit mir. Ich mit ihm nicht ganz, es wäre Gold drin gelegen!!!
Mit diesem Resultat müsste uns SHZ gemäss ihren Ausführungsbestimmungen in ihrer Organisation zukünftig zu Prüfungen in der Stufe 4 starten lassen.

Geruchsaufnahme unter dem strengen Blick des Prüfungsrichters.
Jetzt kann's losgehen. Hoffentlich beeinflusst mich mein Chef nicht negativ auf dem Trail und folgt nur mir, resp. meiner so wunderbar ausgebildeten Nase. Er ist ja (ausnahmsweise) so etwas von nervös!!!

Es ist geschafft!!!   Und auch wir - ich und mein Chef - sind ebenfalls geschafft.
Der Chef hat mir nach dem anstrengenden Trail sofort Wasser angeboten. Die Chefin schaut ganz entspannt. Sie war überzeugt, dass ich es schaffen werde.
Der Prüfungsrichter war auch begeistert von mir. Er erklärt meinem Chef, was ER noch besser hätte machen können. Wir erreichten 88 Punkte - 90 hätte zur Goldmedaille gereicht.

29.03.2015 - Unsere erste Prüfung

In den SHZ-Ausführungsbestimmungen heisst es u.a.:

- Jedes Team beginnt in der 1. Prüfungsstufe - es gibt deren 6
- Es können max. 2 Prüfungen pro Jahr gelaufen werden
- Prüfungen können bis zum positiven Abschluss beliebig oft wiederholt werden

Wir sind an unserer ersten Mantrailing-Prüfung gut vorbereitet und voller Zuversicht gestartet ... Ergebnis siehe Resultate und News Prüfungen.

Motivation ist nicht alles ….
 … aber ohne Motivation ist alles nichts!
Seit Januar 2015 trainieren wir zweimal die Woche beim SHZ Suchhundezentrum in der Trainingsgruppe Kanton Uri bei ausgebildeten Trainerinnen:
- am Dienstag-Morgen mit Daniela Bissig
- am Freitag-Abend mit Steffi Frösch
In beiden Gruppen haben wir ein absolutes Vertrauens-Verhältnis auf kameradschaftlicher Basis. Die Trainerinnen haben sehr viel Erfahrung, ein gutes Auge und verstehen es, mich und meinen Chef zu motivieren. Wir freuen uns auf jedes Training.

Wichtige Erkenntnisse meines Chefs
Mein Chef hat festgestellt, dass wir im Mantrailing nicht so schnell vorankommen können, wie wir das in BH (Begleithund Klasse 1 bis 3) und OB (Obedience Klasse 1 bis 3) geschafft haben. Es ist ihm aber wichtig, dass wir beide freudig arbeiten und schrittweise vorankommen.
Im Mantrailing braucht es Zeit, Geduld und vor allem viel Erfahrung - meine Erfahrung. Die notwendige gute Nase dazu habe ich bereits in die Wiege gelegt bekommen. Mein Chef wird auch immer besser. Vor allem hat er enorme Fortschritte gemacht, mich zu lesen - weiter so mein lieber Chef!

19. – 22.06.2014 – Mantrailing Intensivseminar

Vom 19. bis 22. Juni habe ich mit meinem Chef am "Intensivseminar Mantrailing für alle Ausbildungsstufen", bei den Spür Nasen Chläggi teilgenommen. Dieses Mal konnte ich auch dabei sein - für mich zum ersten Mal "Mantrailing". Trainer waren: Beat Bleuer, Christine Medgyesi, Liliana Fancsy.

Es waren total 12 Teams. Eines kam aus Wien angereist und 4 Teams waren vom Malteser Suchhundeteam Dachau/D.
Mein Chef und ich waren dem Team Christine (Stufe Anfänger) zugeteilt, zusammen mit Kathrin, Susanne und Svenja.

Das Seminar war perfekt organisiert und durchgeführt, die Kameradschaft unter allen Teams und der Lernwille aller, waren ausgeprägt. Mein Chef und ich haben sehr viel gelernt. D.h. ich wusste eigentlich schon alles, nur mein Chef musste lernen, dass er im Wesentlichen nur meiner Nase vertrauen muss, resp. wie er mich zu führen hat.
Trotz TV-Übertragungen der Fussball-WM sassen die HF jeden Abend nach dem Nachtessen noch bis gegen 22:30h in der Theorie. Die Trainer versuchten unseren Chefs beizubringen, wie und warum wir Hunde für das Mantrailing schon von Natur aus perfekt ausgebildet sind.

Mein Chef kommentiert unsere ersten 2 kleinen Trails vom 3. Tag

Mein erster kleiner Trail:  https://www.youtube.com/watch?v=d0q3VUO1n0g

Die ersten 2 Tage haben wir nur im Wald trainiert, heute waren wir in Dachsen, im zürcherischen Weinland. Nach Beendigung unseres ersten kleinen Trails, analysierte mein Chef die Arbeit und entschuldigte sich bei mir wie folgt:
Ruffo du warst so super und auf dem direkten Weg zur Suchperson. Ein kurzer Gedankenblitz gab mir ein, die Suchperson sei unmöglich auf dem kleinen Hügel, viel eher um die Ecke des Schulhauses. Gleichzeitig überkam mich der Gedanke, wie führe ich die Leine um die beiden Büsche – und schon war es passiert. Ich habe dich negativ beeinflusst und das wollte ich doch eigentlich nicht. Nach den Theoriestunden glaubte ich, diese Fehler nie zu machen.“
Chef – ich verzeihe dir. Genau darum bist du doch mit mir in diesem Seminar! Um zu lernen, mir nicht nur in der Theorie zu vertrauen. Chef wir sind ein harmonisches Team und du wirst es mit mir schon noch schaffen.

Mein zweiter kleiner Trail:  https://www.youtube.com/watch?v=bazt5rGqCl4&feature=youtu.be

SUPER Chef, wie du mich geführt hast!
Es war wohl nicht ganz einfach für dich, mich im Strassenverkehr und an Passanten vorbei, laufen zu lassen. Auch mein Ausflug in die Ausstellung der Gärtnerei hast du bravourös gemeistert. Tatsächlich ist vom Wind und den vorbei fahrenden Autos „Sebum“ der Suchperson in diesen Bereich hineingetragen worden. Du hast verstanden, dass es für mich eine Absicherung auf dem richtigen Weg war - BRAVO!

26./27.04.2014 – Mantrailing Seminar

Die PSH – Personen Spürhunde Schaffhausen – führte an diesem Wochenende ein Mantrailing-Seminar im Grossraum Schaffhausen durch. Mein Chef war mit dieser Gruppe bereits letztes Jahr für die Teilnahme im Kontakt. Leider erkrankte ich zwei Tage davor (Dünnschiss und Erbrechen), so dass mich mein Chef schweren Herzens zu Hause lassen musste. Ich liess ihn auch nicht gerne allein gehen, bin ihm aber dankbar, dass ich mich zu Hause von meiner Chefin pflegen lassen durfte (bin wieder 100% fit).

Mein Chef kehrte hell begeistert heim und berichtete:
Das Seminar wurde geleitet von Fancsy Liliana, Landis Marion, Medgyesi Christine und Staub Martina - alles HF die seit mehreren Jahren mit ihren Hunden im Mantrailing einsatzbereit sind, resp. schon mehrmals erfolgreich im Einsatz waren. Ich war in der Basic-Gruppe bei Christine eingeteilt. Beim Zuschauen habe ich maximal profitieren können. Um die Leinenführigkeit doch mal spüren zu können, übergab mir Marion ihre Shakira – für mich quasi der  „Edeljoker" an Stelle von Ruffo. Das Resultat ist auf YouTube – siehe nachfolgenden Link - zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=dFG_OQSFw-U

Ich glaube dass mein Chef vom Virus "Mantrailing" (SportTrailing) gepackt worden ist. Auf jeden Fall habe ich mitbekommen, dass er eine Gruppe sucht, wo er mit Gleichgesinnten 2 Mal die Woche mit mir ins Training gehen kann. Ausserdem hat er uns für das "Intensivseminar Mantrailing für alle Ausbildungsstufen" bei SN Chläggi vom 19. - 22. Juni 2014 angemeldet (Beat Bleuer, Christine Medgyesi, Liliana Fancsy).

Marions Shakira nach dem Trail mit meinem Chef:
Typisch Mali-Hündin, habe ich mir zuerst gedacht. Sieh dir das Mal an, wie die meinen Chef anhimmelt. Da musste ich wirklich zuerst Mal tief durchatmen als ich dieses Foto sah. Da kann ich Marion nur zu gut verstehen, dass auch sie beim Anblick dieses Fotos beinahe eifersüchtig geworden ist. Sowohl Marion als auch ich stehen jedoch über der Sache. Es ging ja nur darum, meinen Chef die Leinenführigkeit spüren zu lassen. Vielen Dank Shakira, du hast das super gemacht.

Was ist Mantrailing

Wörtlich übersetzt bedeutete Mantrailing "Mensch auf der Spur folgen" (engl.: man=Mensch, trail=Spur).
Bekannterweise hat der Hund einen extrem feinen Geruchssinn. Diese angeborene Fähigkeit kann mittels Training für bestimmte Gerüche geschult werden.  Beim Mantrailing arbeitet man mit dem Geruch von Menschen. Jeder Mensch hat seinen eigenen, individuellen Geruch – analog der DNA. Dieser Geruch haftet zum einen an der Person selbst und an seiner Kleidung, er befindet sich aber auch dort, wo der Mensch war.  Und genau das macht Mantrailing so wertvoll bei der Vermissten suche.
Wie lange eine menschliche Spur erhalten bleibt, hängt u.a. von Wind, Temperatur und Feuchtigkeit ab. Geprüfte Mantrailer-Hunde können auch mehreren Tagen alten Spuren folgen.  Die Beschaffenheit des Geländes spielt dabei nur bedingt eine Rolle, denn egal ob Asphalt, Gras, Wald, Feld, Stein ... der Mensch sondert seinen Geruch ab und der Hund kann ihn aus tausenden von anderen Gerüchen ausmachen.
In Amerika und Großbritannien werden Mantrailer-Hunde schon seit einigen Jahren von der Polizei sowohl für die Vermissten- als auch für die Tätersuche eingesetzt. In der Schweiz ist das Mantrailing zwar noch nicht so verbreitet, aber auch hier etabliert es sich nach und nach.